ISBN 3-905045-26-5
Wer war Robert Burns?
Einige Aspekte seines Lebens und Werks,
von Norman Elrod.
Aus dem Englischen übersetzt von Dagmar Kötscher.
Mit einem Vorwort von James Mackay.
Althea Verlag Zürich

Preis: Sfr. 22.-, DM 22.-

 

 


Robert Burns war ein Dichter, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Schottland lebte. Er wuchs in einer bescheidenen Bauernfamilie auf. Sein Vater erzog ihn nicht nur zu einem tüchtigen Landarbeiter, sondern ermöglichte ihm auch den Zugang zu einer umfassenden Bildung. Zeit seines Lebens blieb Burns ein "harter Realist", wobei Leidenschaften, Triebe und das Streben nach Lust zu dieser Realität gehörten. Die Freude an der Selbsterkenntnis, die Neugier, andere Menschen kennenzulernen und die Beobachtung der Interaktionen zwischen ihm selbst und anderen brachten ihm menschliches Schicksal in grosser Vielgestaltigkeit nahe. Die Erfahrung der geselligen Verbundenheit, der leidenschaftlichen Begegnung in der Liebe und das Erleben der sozialen Ungleichheit und der Unterdrückung des Volkes prägten seine Haltung: Er erlebte sich als identifiziert mit den Unterdrückten. Auf diesem Boden ging die Saat der Poesie auf und erreichte eine ausserordentlich breite Wirkung in Schottland und in der ganzen Welt.

Wenn in Burns' Poesie seine Identifizierung mit den Unterdrückten zum Ausdruck kommt, so ist die vorliegende Schrift Ausdruck der Identifizierung mit den Unterdrückten auf welthistorischer, erkenntnistheoretischer und emotionaler Ebene, die Norman Elrod im Laufe seiner Lebens- und Forschungstätigkeit als zum Wesen der Psychoanalyse gehörend herausgearbeitet hat. Auf dieser Grundlage ist er Burns begegnet und nahegekommen, erlebt sich als mit ihm verbunden und lässt uns teilhaben an der Erfahrung "dass Burns [mit seiner Dichtung] allen Menschen etwas geschenkt hat, was singt, Schönheit ausstrahlt, Stoff zum Nachdenken gibt und eine Zuversicht in Zeiten der Not proklamiert".

Die Dimension hat auch der schottische Burns-Biograph und Herausgeber seiner Werke James Mackay im Vorwort zu dieser Schrift erwähnt: "Burns, der Frauenheld, Burns, der Bauer, Burns, der gerne Theaterstücke geschrieben hätte, Burns, der Sammler von Folklore und Erneuerer alter Balladen - keine dieser Facetten seines reich gewobenen Lebens wird in dieser schönen Studie übersehen; aber der goldene Faden von Burns, dem revolutionären Denker, läuft durch dieses ganze Gewebe und vermittelt eine erfrischend neue Sicht auf einen Mann, dessen Einfluss auf die moderne Welt denjenigen auf seine eigene Zeit und den damaligen Umkreis überragt".

 


Institut für Psychoanalyse Zürich-Kreuzlingen
Psychoanalytische Studien zu Kunst und Literatur

Norman Elrod

Wer war Robert Burns?

Einige Aspekte seines Lebens und Werks
Aus dem Englischen übersetzt von Dagmar Kötscher
Mit einem Vorwort von James A. Mackay

 

Aus dem Inhalt:

I        Roberts Familie, Erziehung, Begabung
        "Vive l'amour et vive la bagatelle"

II     Roberts erster Erfolg als Dichter
        Keine Rede von Unterwürfigkeit im Salon der Grossen

III    Roberts berufliche Tätigkeit als Bauer und Steuereinnehmer
        Erleichterung durch den Wechsel vom Land zur Stadt

IV    Roberts Reaktionen auf die Französische Revolution bis 1793
        "Ah! Ça ira!"

V     Roberts Strategie und Taktik als Verdächtigter
        Im privaten Umgang und in der Poesie Klartext reden

VI    Robert bleibt bei seinen Lieblingsthemen
        "Liebe und Freiheit"

VII   Roberts Gesinnungsbruder Charles James Fox im Einsatz für Demokratie 1794
        Widerstand gegen königlichen Despotismus nicht gefragt

VIII  Roberts menschenfreundliche Haltung und Friedensliebe
        "Frieden, breit' den Ölzweig aus"

IX    Für Robert bewegt sich die Welt in die falsche Richtung
        "Wohin ist wohl der Freiheit Seel' entschwunden?"

X     Roberts Gesinnungsbruder Fox im Konflikt mit Edmund Burke
        Fox bekämpft weiterhin den Einfluss der Krone – dieses Pestgeschwür

XI    Robert als Schotte und Internationalist
        "Und Frohsinn und Laun' sind mein Gut und mein Geld"

XII   Roberts Stellung zu Fox und Thomas Paine
        Alle drei bemüht, "Gutes zu tun"

XIII  Roberts Kamerad Paine in den Jahren 1793-1809
        "Das Reich von Frieden und Freiheit soll leben!"

XIV  Roberts Beschäftigung mit Grundfragen des Daseins
         "Des Menschen Los ist Leid" – die Freuden des Lebens auskosten

X      Roberts letzte Monate, sein Tod und seine Beerdigung
         "Denn alles Gute ist für mich dahin"

XVI   Roberts zwiespältige Haltung dem Adel gegenüber
         Von der Aufmerksamkeit eines Adligen tief beeindruckt

XVII  Roberts Verbundenheit mit John Milton
         "Der Geist... kann den Himmel sich zur Höll’, die Höll’ zum Himmel machen"

XVIII Roberts Bejahung der gegebenen Existenz
          Keine selbstverschuldete Unmündigkeit!

XIX   Roberts realistische Einstellung sich selbst und der Welt gegenüber
          Es gibt „Grenzbereiche von Gut und Böse, Rein und Unrein in dieser Welt"

XX    Roberts Naturverständnis und Lebensphilosophie
         Die Leidenschaft an erster Stelle

XXI   Robert rettet viele alte schottische Balladen
         Stammt dieses Lied von Robin oder fand er es vor?

XXII  Robert bleibt bereit, sich für die gute Sache einzusetzen
          Es geht um das Leben auf Erden

Althea Verlag Zürich