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1996

Wer war Robert Burns?

von Norman Elrod

Einige Aspekte seines Lebens und Werks.
Aus dem Englischen übersetzt von Dagmar Kötscher. Mit einem Vorwort von James Mackay.

 Rezension in der NZZ vom 20./21. Juli 1996

Aus dem Vorwort von James Mackay: «Burns, der Frauenheld, Burns, der Bauer, Burns, der gerne Theaterstücke geschrieben hätte, Burns, der Sammler von Folklore und Erneuerer alter Balladen – keiner dieser Facetten seines reich gewobenen Lebens wird in dieser schönen Studie übersehen; aber der goldene Faden von Burns, dem revolutionären Denker, läuft durch dieses ganze Gewebe und vermittelt eine erfrischende neue Sicht auf einen Mann, dessen Einfluss auf die moderne Welt denjenigen auf seine eigene Zeit und den damaligen Umkreis überragt.»

Aus der Einführung von Norman Elrod: «… der Text … ist noch vorwiegend als Baustein eines Werkes gedacht, das noch nicht vollendet ist. Das Werk … zeigt unter anderem, dass grosse soziale Umwälzungen ein Stück weit durch die Beschäftigung mit einzelnen Personen, die zur Zeit dieser Umbrüche lebten, verstanden werden können. …

Ich selbst bin der Ansicht, dass ich als Psychoanalytiker die Arbeit geleistet habe und einige Grundfragen und Hauptthesen der Psychoanalyse im Text behandle. … Mit anderen Worten: Der vorliegende Text stellt sich als Produkt psychoanalytischer Tätigkeit dar.

… wir beide [Mackay und Elrod] im Laufe unsere Beschäftigung mit Burns dem Dichter nahegekommen sind, uns als mit ihm verbunden erleben. Wir beide sind davon überzeugt, dass Burns mit seiner Dichtung allen Menschen etwas geschenkt hat, das singt, Schönheit ausstrahlt, Stoff zum Nachdenken und Zuversicht in Zeiten der Not gibt.»

 

Inhalt
Vorbemerkung
Vorwort, James A. Mackay
Einführung, Norman Elrod

I  Roberts Familie, Erziehung, Begabung
«Vive l’amour et vive la bagatelle»

II Roberts erster Erfolg als Dichter
Keine Rede von Unterwürfigkeit im Salon der Grossen

III Roberts berufliche Tätigkeit als Bauer und Steuereinnehmer
Erleichterung durch den Wechsel vom Land zur Stadt

IV Roberts Reaktionen auf die Französische Revolution bis 1793
«Ah! Ça ira!»

V Roberts Strategie und Taktik als Verdächtigter
Im privaten Umgang und in der Poesie Klartext reden

VI Robert bleibt bei seinen Lieblingsthemen
«Liebe und Freiheit»

VII Roberts Gesinnungsbruder Charles James Fox im Einsatz für Demokratie 1794
Widerstand gegen königlichen Despotismus nicht gefragt

VIII Roberts menschenfreundliche Haltung und Friedensliebe
«Frieden, breit’ den Ölzweig aus»

IX Für Robert bewegt sich die Welt in die falsche Richtung
«Wohin ist wohl der Freiheit Seel’ entschwunden”

X Roberts Gesinnungsbruder Fox im Konflikt mit Edmund Burke
Fox bekämpft weiterhin den Einfluss der Krone – dieses Pestgeschwür

XI Robert als Schotte und als Internationalist
«Und Frohsinn und Laun’ sind mein Gut und mein Geld»

XII Roberts Stellung zu Fox und Thomas Paine
Alle drei bemüht, «Gutes zu tun»

XIII Roberts Kamerad Paine in den Jahren 1793-1809
«Das Reich von Frieden und Freiheit soll leben»

XIV Roberts Beschäftigung mit Grundfragen des Daseins
«Des Menschen Los ist Leid» – die Freuden des Lebens auskosten

XV Roberts letzte Monate, sein Tod und seine Beerdigung
«Denn alles Gute ist für mich dahin»

XVI Roberts zwiespältige Haltung dem Adel gegenüber
Von der Aufmerksamkeit eines Adligen tief beeindruckt

XVII Roberts Verbundenheit mit John Milton
«Der Geist … kann den Himmel sich zur Höll’, die Höll’ zum Himmel machen»

XVIII Roberts Bejahung der gegebenen Existenz
Keine selbstverschuldete Unmündigkeit

XIX Roberts realistische Einstellung sich selbst und der Welt gegenüber
Es gibt «Grenzbereiche von Gut und Böse, Rein und Unrein in dieser Welt»

XX Roberts Naturverständnis und Lebensphilosophie
Die Leidenschaft an erster Stelle

XXI Robert rettet viele alte schottische Balladen
Stammt dieses Lied von Robin oder fand er es vor?

XXII Robert bleibt bereit, sich für die gute Sache einzusetzen
Es geht um das Leben auf Erden